Thema Betreuungsangebote
Ein etwas heikles Thema besetzen wir mit dem Thema Betreuungsangebote für Kinder. Unsere Konzepte Kinderhaus und Abenteuerland Buntberg bzw. Abenteuerspielplatz finden aktuell jeweils nach unseren zur Verfügung stehenden Ressourcen entweder in den Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien statt. In diesen Ferien gibt es somit immer ein Angebot, das auch Betreuungscharakter aufweist. Daneben werden den Eltern noch Einzeltage wie beispielsweise der Buß- und Bettag angeboten.
Diese Ferienbetreuungsangebote halten wir für richtig und wichtig.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt ausreichende und verlässliche Angebote der Betreuung für Kinder mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten voraus. Gerade Frauen und Alleinerziehende müssen sich darauf verlassen können, dass ihnen wohnortnah und in ausreichendem Umfang diese Angebote zur Verfügung stehen.
Dabei ist festzuhalten, dass sich – wie oben dargestellt – die gesellschaftlichen Bedingungen und die Lebenssituation der Kinder verändert haben, die Grundbedürfnisse (und damit auch die Anforderungen an Einrichtungen bzw. Orte und Personal) von Kindern aber gleich geblieben sind. Dazu gehören:
- Zuwendung, Wertschätzung, Orientierung
- Verlässlichkeit in Bezug auf: Versorgung, Beziehungsaufbau/ -pflege, im Umgang mit Zeit
- Freundschaften und Sozialisation mit Gleichaltrigen
- Selbsttätigkeit; Selbstständigkeit; Zutrauen und Vertrauen von Gleichaltrigen und Erwachsenen
- anregungsreiche Räume, Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen
- qualifizierte Kräfte, möglichst gleichbleibende und überschaubare Gruppen
- Orte und Personen, die Eigenaktivität und Gestaltungsfreude zulassen sowie
die Mitgestaltung ihres Umfeldes bei gleichzeitiger Übernahme von Verantwortung ermöglichen
Dies wollen wir in unseren Einrichtungen und mit unseren Veranstaltungen bieten.
Das, was unter Bildung, Betreuung und Erziehung zu verstehen ist, wird von Eltern, von der Fachwelt, der Politik, der Gesellschaft teilweise unterschiedlich ausgelegt. Es ist notwendig, hier zu einer Verständigung zu kommen.
Bei der Vielzahl von Angeboten, die zur Zeit noch unverbunden nebeneinander stehen und bei denen es eher zufällig ist, an welches Angebot Eltern geraten, ergeben sich aktuelle Probleme:
- Kinder sind im Laufe ihrer Kindheit im Alltag Betreuungsketten ausgesetzt, d.h. sie durchlaufen nacheinander viele Institutionen und Maßnahmen und sind somit einem ständigen Wechsel in ihren Beziehungen zu erwachsenen Personen konfrontiert.
- Es besteht zwar ein vielfältiges Angebot an Betreuungsformen, aus denen Familien auswählen können, es fehlt aber an einer systematischen Ermittlung der Bedürfnislagen von Kindern und Eltern.
- Im Hinblick auf die Schulkindbetreuung besteht für Träger und Eltern eine unübersichtliche Finanz- und Zuständigkeitsstruktur, die zum Einen zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen, zum Anderen zu unterschiedlichen Elternbeiträgen führt.
Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule ist zwar in den letzten Jahren stetig gewachsen, es ist jedoch klar, dass die Jugendhilfe und insbesondere die Jugendarbeit den steigenden Betreuungsbedarf alleine nicht decken können.
Außerdem gehört es nicht zu den vorrangigen Aufgaben der Jugendarbeit, Betreuung zu gewährleisten. Bedingt durch die Prinzipien der Jugendarbeit (z. B. Freiwilligkeit, Offenheit, Parteilichkeit, Bedürfnis-orientierung, Partizipation, Selbstverwaltung) stehen die Bildungs- und Erziehungsziele der Jugendarbeit oft im Gegensatz zum reinen Betreuungscharakter von Maßnahmen. Hier sind weitere Partner erforderlich, um den Bedarf zu decken (Kindertageseinrichtungen, Horte, Schulen, Bildungseinrichtungen usw.).
Natürlich orientieren wir unsere Ferienmaßnahmen auch an Betreuungsaspekten – und zwar dort, wo es möglich und sinnvoll ist. Wir bieten möglichst oft Früh- und Spätbetreuungen vor Kursen oder Aktionen und versuchen so, Betreuungszeiten abzudecken. Inhaltlicher Schwerpunkt unserer Maßnahmen wird aber immer der außerschulische Bildungsaspekt bleiben.
Mehr Infos
Außerhalb der Ferien bietet die Kommunale Jugendarbeit für die angemeldeten Kinder mit der Nachmittagsbetreuung einen weiteren wichtigen Baustein in diesem Feld. Die Nachmittagsbetreuung im JUKUZ richtet sich an 10-16 Jährige, die in Aschaffenburg wohnen oder dort die Schule besuchen. Im Anschluss an die Schule und das gemeinsame Mittagessen im JUKUZ werden sie bei den Hausaufgaben und anschließenden Freizeitangeboten betreut.
Mehr Infos